von Jörg Pescheck am 2. August 2009

Ein ganz klarer Vorteil von Neugründungen ist die Felxibilität und Leaness. Keine aufwändigen Strukturen, Prozesse, Workflows und andere Buzzwords. Just get your thing done. Aber irgendwann kommt man an einem Punkt an wo man die Nagelfeile rausholt und viel zu früh an dem Produkt rumfeilt obwohl noch so viel Grobarbeit nötig ist.

Stream of Consciousness

Und genau hier kommt das Projektmanagement zum Einsatz. Denn wenn man ganz grob das zu Machende in kleine Happen unterteilt (Tasks) und diese dann Milestones zuordned behält man den Überblick was es noch wichtiges gibt. Ganz wichtig ist meiner Meinung nach auch ein fixer Releaseintervall. Sonst schiebt man das Release immer nach hinten.

Umfang

Halten wir fest, Projektmanagement macht Sinn, aber wieviel davon ist richtig und ab wann wird es ein Produktivitätskiller? Zuerst sollten feste Relasedaten definiert werden. Wir testen es mit einem wöchentlichen Release, denn so kommen wir schneller an das Feedback unserer Kunden und können ein Relase später auch schon wieder die Funktion raushauen, wenn sie dem Kunden nicht gefällt. Hotfixes werden natürlich sofort released aber die sollten beim Testing schon auffallen und behoben werden :) Am Wochenanfang besprechen wir kurz (max. 15 min) was in das Release am Wochenende rein soll. So können wir auch kurzfristig Änderungen vornehmen. Bei der Definition der Tasks reicht ein simpler Satz, der bei Unklarheiten dann noch mal im Detail besprochen wird. Keine Aufsätze schreiben.

Zeitrahmen

Ist ein Release früher als erwartet fertig, machen wir alle frühzeitig Wochenende :) Nein, dann überlegen wir uns ob die Zeiteinschätzung für die einzelnen Tasks realistisch oder vollkommen übertrieben war und was wir aus kommenden Releases vorziehen können. Meistens wird es aber so sein, dass man unter Zeitdruck kommt. Dann bleibt nur noch die Erweiterung der Arbeitszeit und das nach hinten schieben von Nice-to-have Features. Wenn ein Feature mehr als 2 mal verschoben wird, sollte man sich sowieso überlegen ob es Sinn macht.

Welches Tool

Redmine

Die Frage kann man nicht generell Beantworten. Das ist wie wenn man fragt, welcher Wein schmeckt allen Leuten? Die einen sind super begeistert mit Trac, viele nutzen MS Project oder eine andere proprietäre Software. Wir sind ganz zufrieden mit Redmine.

Features

Da die heutigen Applikationen einen Haufen an Features mitbringen, muss man aufpassen, was man nutzen möchte und was unwichtig/Zeitkiller ist. Timetracking erinnert mich an Stempelautomaten und die hasse ich. Außerdem wird bei uns eh keiner nach Zeit bezahlt. Auch ist es sehr schwer für jede Task eine max. Zeit zu definieren. Also weg damit. Dann das integrierte Forum. Wir sind keine Community, sondern ein kleines Team. Brauchen wir also auch nicht. Zum kommunizieren gibts schnellere Möglichkeiten. Dann die Dokumentenverwaltung. Nette Idee, aber ich lade nicht nach jeder Änderung einer Excel Tabelle diese erneut hoch. Ergo unflexibel -> Remove it! Ach ja die Newsfunktion. Wer Zeit hat Newsmitteilungen zu schreiben hat zuwenig Tasks in seiner Inbox :) Hört sich hart an aber Teamintern interessieren uns keine News. Denn Neues wird über den verbalen RSS Feed verteilt.

Sag was du machst und mach was du sagst!

Welche Projektmanagement Software/App setzt ihr ein? Was Features sind Euch wichtig?

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3. September, 2009 06:18

Den Spam-Comment lasse ich doch gerne als leuchtendes Beispiel stehen. Wenn ich mir schon die Arbeit mache, auf diese Art und Weise mein “Business” zu pushen, würde ich doch wenigstens versuchen, das Englisch einigermaßen richtig auf die Reihe zu bekommen :-D

Ach ja, für die anderen Spammer hier noch schön explizit die Mailadresse des Glücklichen:

teranovalisov@gmail.com

3. September, 2009 12:47

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