Tja, so schnell kann man sich irren. Mittlerweile sind wir sowohl beim Test Your Ideas Wettbewerb, als auch beim “Gründerwettbewerb – Mit Multimedia erfolgreich starten-Wettbewerb” ausgeschieden. Viele andere würden das wohl für sich behalten – ziert sich ja nicht zuzugeben, dass man auch mal verloren hat. Mir egal – wir sind raus!

Begründung bei TYI: unsere Idee war nicht abgehoben genug – “Sie hätten mit etwas antreten sollen, das sich mehr nach fliegendem Auto anhört.” (O-Ton Jury). Naja, also viel Klicki und möglichst Bunti, wa? Wirklich arg ists mir gar nicht um das Preisgeld (müssten um die 1000 Euro sein dieses Jahr) sondern viel mehr um das dürftige Feedback. Denn darum gings bei dem Ganzen ja eigentlich: qualifiziertes Feedback für die eigene Ideenskizze sammeln. Pustekuchen – obige Aussage kam erst auf telefonische Nachfrage.

Bei gruenderwettbewerb.de bekamen wir folgendes Feedback auf postalischem Wege:

Gründer / Präsentation der Idee: 1,88 (von 3,0 maximalen) Punkten
Markt / Marketing / Vertrieb: 1,65 (von 3,6 maximalen) Punkten
Idee: 2,28 (von 4,2 maximalen) Punkten
Machbarkeit: 0,4 (von 1,2 maximalen) Punkten
Insgesamt: 6,20 (von 12,0 maximalen) Punkten

Und das alles aufbauend auf einer Ideenskizze mit 9 Seiten. Dass sich meine bessere IT-Hälfte über die 0,4 von 1,2 Punkten für die Machbarkeit der Idee an sich aufregt, erklärt sich von selbst :-D

Am besten stecken wir jetzt den Kopf in den Sand, geben auf und bewerben uns wieder brav bei möglichst großen Konzernen, wo ohnehin das “Last-in-first-out-Prinzip” gilt die sichere Arbeitsplätze bieten, oder?

NIX GIBTS

Aufgehört wird, wenn der MARKT uns Unrecht gibt – nicht eine Jury!

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Haha, jetzt hab ich gerade meinen Feedback-Brief vom Gründerwettbewerb vor zwei Jahren gesucht, da kam ein ganz ähnliches Ergebnis raus. Unter “Machbarkeit” bewertet die Jury aber vermutlich eher die “Durchsetzbarkeit”, als die technische “Umsetzbarkeit”, weiß ich aber natürlich nicht.

Auch das Feedback von “Test-Your-Idees” finde ich vielsagend, denn mich beschleicht das Gefühl, dass diese Veranstaltungen in erster Linie den Veranstalter gut aussehen lassen sollen und es weniger um die Unterstützung von Gründungsgeistern geht. Der Gründerwettbewerb hatte im Nachhinein immerhin eine Umfrage zu den Wünschen der Teilnehmer gestartet.

Ich nehme an Wettbewerben nicht mehr teil, da der Aufwand (jeder will individuelle Unterlagen) zum Nutzen (kurzer Absagebrief) schlicht in keinem Verhältnis steht. Mir hatte damals ein Frühphaseninvestor geholfen, der zwar nicht investiert und später auch abgesagt hat, mir aber über drei Gesprächstermine immer wieder Input und einen Anreiz zur Weiterentwicklung gegeben hat. Inzwischen meine ich, dass man nur eins braucht: Motivierte und fähige Mitstreiter und einen festen Glauben an die Idee.

6. August, 2009 08:55

Hi Sebastian,

die Wettbewerbe finde ich schon deshalb wichtig, weil man sein eigenes Modell jedes Mal wieder aufs Neue überdenken und -arbeiten muss.
Außerdem geht man schon auch mal davon aus, hier oder da etwas Preisgeld abzustauben. Aber gut, evtl. ist das bei etwas “Langweiligem” wie Online-Anwendungen auch Wunschdenken.

Nichts desto trotz sind wir mittlerweile soweit, dass wir wissen, wo wir hin wollen und dass wir glauben zu wissen, wie wir dort hin kommen. Ohne die Termine für die Wettbewerbe hätte das sicher nicht so schnell funktioniert (ein HOCH auf die Faulheit!).

Das Gespräch beim HTGF war allerdings auch ganz aufschlussreich, wenn auch das Modell nicht wirklich auseinander genommen und auf Schwächen (die es zweifelsohne gibt) geprüft wurde. Egal – man bleibt dran und bewirbt sich wacker. Der BP steht jetzt und ich gehe davon aus, dass die Anpassungen überschauber sind.

TYI hingegen war nun wirklich absolut für den Allerwertesten und wird in Zukunft ignoriert – schon allein dieser Aussage wegen…………….oder aber wir überlegen uns alle gemeinsam, wie man Raumschiff Enterprise in die Erdumlaufbahn bringen könnten und sahnen damit richtig ab :-D

Einen schönen Donnerstag Abend!

6. August, 2009 17:28

Hi Michael,

ja, der Effekt, sich mit den eigenen Konzepten auseinanderzusetzen, ist zweifelsfrei ein Plus für die Wettbewerbe und ohnehin sind sie besser als nichts. Es kommt aber wohl auch etwas auf die Situation an: Als Alleinstreiter drehe ich mich ohne tiefgreifendes Feedback jedesmal neu im Kreis. Den Counterpart, der einen weiterbringt, habe ich schließlich über Investorenfeedbacks, befreundete Blogger und potentielle Mitstreiter gefunden bzw. in meinem Fall die ganze Sache erst einmal eingetütet.

Preisgeld ist natürlich nicht zu verachten, bei mir lagen die Chancen dafür allerdings ohnehin = 0.

Aber wie gesagt, situationsabhängig, und ich bin gespannt auf eure Fortschritte, die meisten eurer Anlaufstellen kenne ich garnicht, daher auch viel Learning für mich :-)

6. August, 2009 20:02

@Sebastian, darf man erfahren, wieso Deine Chancen auf Preisgeld “= 0″ waren? Womit hattest Du Dich denn beworben?

7. August, 2009 11:47

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