von Marc am 17. Oktober 2009

Disclaimer: Dieser Blogeintrag enthält 0% Zusatzwissen und 100% persönliche, subjektive Meinung bei 0 Kalorien.

Diese richtigen Beamtenklitschen mit den vergilbten 15 Zoll Flimmerröhrenmonitoren sind ja jedem ein Begriff, oder? Wenn dann die chronisch überforderten Tanten mit dem 2,5 Finger Adlersuchsystem über den Tasten kreisen und nach gefühlten fünf Minuten die Taste dann mit Ihrem überlangen Fingernagel aufspießen. Buttons auf dem Monitor so groß, dass man selbst mit 2 Promille und amputierter Hand noch trifft. Okay okay, ich glaube ihr wisst, welche Art von Software ich meine.

Neulich musste ich für einen Bekannten eine neue Faktura Software raussuchen. Ein SAP für Arme mit eierlegenden Wollmilchsaufeatures ™. Wenn man sich dann so die Seiten der Systemhäuser anschaut, die ein Frontpage und Wordartfeeling in mir auslösen und dann noch deren Softwarekreationen sieht, rückt der Punkt des Vomierens erschreckend nahe. Es ist unglaublich, mit was für Software heute noch richtig gutes Geld verdient wird. Zu vergleichen ist das wenn man einen Opel Manta mit einem Lada kreuzt und rosa lackiert. Anscheinend sind immer noch so viele Leute bereit für soetwas einen Haufen Geld hinzublättern.

Eine Softwareklitsche war sogar ganz stolz, dass jeder Datensatz eine eigene Excel Tabelle ist und die GUIs “farblich eingefärbte Bedienelemente” enthalten. Das ist ungefähr genauso geniales Marketing wie wenn man ein Siegel mit “Computer-Bild Testsieger” drauf klebt. Es kann doch nicht so schwer sein, Software kontinuierlich zu verbessern (sowohl innen als auch außen)? Wenn Opel heute noch die Autos von vor 10 Jahren produzieren würde, hätte ihnen selbst Magna den Stinkefinger gezeigt. Es gibt wirklich gute Offline-Software, die Spaß macht bei der Bedienung. Aber die Software war eher eine FrakturAhh anstatt eine Faktura Software.

Helft mit: Ich suche die hässlichste Software, die es da draußen so gibt. Der Gewinner bekommt ein Wellness Wochenende mit dem hier*.

*Dies ist Ironie liebe Abmahnanwälte. Natürlich können wir es uns nicht leisten ein Wellnesswochenende zu verschenken. Aber ein Cookie ist auf alle Fälle drin.

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