von Michael Krause am 15. Februar 2010

Der Schweizer Ringier-Verlag gab vergangene Woche bekannt, dass er 8000 Arbeitsplätze in die Cloud schiebt. Mails und Dokumente sollen ab sofort über Google Applikationen verwaltet werden.

Auch wenn ich nicht wirklich glaube, dass ein Verlag seine kompletten Dokumente über Google Docs verwaltet, sind 700 000 Euro Einsparungen, die gegenüber einer “Microsoft Lösung” realisiert werden, doch eine Hausnummer.

Man sieht: die ersten “Großen” machen es vor. Bei kleineren Betrieben ist dagegen eher noch etwas mehr Respekt vorhanden. Ist auch verständlich, da die IT aktuell meist komplett ausgelagert ist und man sich bei einem Umstieg auf SaaS nicht nur vom externen Dienstleister trennen sondern auch noch selbst um die neue Art der Mail-, Dokumenten- und Terminorganisation kümmern muss.

Zumindest wird das grundsätzlich so kommuniziert. “Nehmen Sie Ihre IT selbst in die Hand. Es ist kein Netzwerkadministrator mehr nötig” oder etwas in der Art. Dabei will sich, wenn man ehrlich ist, keine Abteilung um etwas kümmern, das den Arbeitsalltag unterstützen soll, gleichzeitig aber nicht zum Kerngeschäftsbereich gehört.

Doch das ist auch nicht zwingend nötig, denn zur Einführung größerer SaaS-Applikationen kann genauso ein Partner zur Seite stehen. Nur, dass dieser um ein Vielfaches günstiger sein wird, als ein großes Systemhaus zur Einführung einer Mammut-Netzwerklösung. Denn die Infrastruktur muss nicht erst neu geschaffen, verkabelt und geschult werden. Sie ist “einfach da” und wird nur entsprechend den eigenen Anforderungen konfiguriert.

Besten Dank an Christian von Parklifetools für den Hinweis bzgl. des heise-Artikels!

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