am 29. Oktober 2009
Nachdem wir nun mittlerweile seit ca. 5 Wochen nach einem einfachen, kleinen Büro ohne Büroservice, Putzfrau und speziellem Sicherheitsdienst suchen, beschäftigen wir uns mit dem Gedanken des sog. remote bzw. home office – also dem Arbeiten von zu hause aus.
Sicherlich hat das Ganze viele Vor- und genauso viele Nachteile. Die größte Herausforderung für uns wäre, den richtigen Rythmus zu finden bzw. Tools zu etablieren, die diesen Rythmus steuern. Ein weiterer wichtiger Punkt ist das gegenseitige Vertrauen. Wer gleich durchdreht, nur weil die “ist online-Nachricht” der anderen nicht ständig strahlend blinkt, sollte sich wohl eher nach einem gemeinsamen Büroraum umschauen. Allerdings mache ich mir in diesem letzten Punkt bei uns überhaupt keine Gedanken.
Ein Tool, das für uns recht zentral werden könnte, ist coop (gab es nicht auch mal eine Supermarktkette, die so hieß?!). Damit könnte man vielleicht sogar noch besser informiert sein über die aktuellen Tätigkeiten, als wenn man sich jeden Tag gegenübersitzt und sich dennoch nicht genügend austauscht. Zudem setzt man sich selbst schon morgens bzw. am vorigen Abend Ziele und kann am Ende des Tages genau prüfen, wie realistisch diese Ziele waren bzw. wie effektiv man gearbeitet hat.
Der größte Vorteil hingegen liegt auf der Hand: die Zeitersparnis. zwei Stunden Fahrtzeit (Marcs und mein Hin- und Rückweg addiert) pro Tag sind 10 Stunden pro Woche und 40 Stunden im Monat. Das wiederum sind knappe vier Arbeitstage, die man beim Arbeiten von zu hause aus weit effektiver einsetzen kann.
Gut ok, die DuF-Videos würden auch wegfallen. Aber dafür ließe sich sicherlich eine geeignete Ersatzveranstaltung finden :-)
Ich muss zugeben, der Gedanke der zeit- und ortsversetzten Zusammenarbeit ist sehr gewöhnungsbedürftig. Wenn ich mir auf der anderen Seite aber vorstelle, dass wir uns Miete, Zeit und Stress sparen und dieses Potenzial mit den richtigen Instrumenten produktiv einsetzen können, finde ich ist die Vorstellung gar nicht so weit weg. Außerdem gibt es doch nichts Besseres, als auch mal einen Tag lang in einem Kaffee, bei der Verwandtschaft oder gar im Krankenhaus (ok, das ist nicht ganz so schön, aber dennoch von Vorteil, wenn mans kann ;-)) zu arbeiten.
Wir finden jedenfalls, das Home Office (gibt es eine deutsche Übersetzung, die nicht “Heimarbeit” ist??) ist eine wirklich ernstzunehmende Alternative.
Hat jemand konkrete Erfahrungen und kann davon berichten?

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