von Michael Krause am 3. Februar 2010

Wie in vorigen Posts schon beschrieben, halten wir viel von der Verknüpfung lokaler Anwendungen mit Online-Funktionen. Die dadurch entstehende hybride Software belässt den Nutzer in seiner gewohnten, Offline-Umgebung, bietet ihm aber gleichzeitig die Vorteile von Online-Modulen. Sie/Er öffnet sich somit dem Netz zwar nicht in vollen Zügen, dafür aber zumindest teilweise.

Unser ONchestra HUB bietet Softwarehäusern und Integrationspartnern nun die Möglichkeit, diese Modulerweiterungen zu bestehender Software in kürzester Zeit verfügbar zu machen. Wir liefern die Grundbausteine der Module, so dass sich der Softwareanbieter lediglich um die partiäre Freigabe gewünschter Daten und deren Rückführung ins System kümmern muss.

Gerade in der aktuellen Phase, wo SaaS (Software as a Service) nach wie vor in den Kinderschuhen steckt, ergibt sich somit die Chance, das eigene Angebot ohne großen Aufwand zu erweitern und die Kunden langsam aber sicher mit dem Medium Internet im Geschäftsalltag vertraut zu machen.

von Michael Krause am 2. Februar 2010

leeres_onchestra_buero_0 Wie Ihr sicher schon bemerkt habt, haben wir nicht nur unser Notepad einer Schlankheitskur unterzogen, sondern auch ein neues Teammitglied in die erlauchte Riege von …. ähm, uns beiden, aufgenommen: Berta ist unsere neue Arbeitskraft, die für das gesunde Raumklima zu sorgen hat und etwas Farbe (auch wenn sie auf dem Bild eher einen etwas grauen Eindruck macht – das liegt an der Fotomontage! Ihr geht es blendend!) ins Büro bringen soll. Das haben wir bisher, abgesehen von dargestellter Fotocollage eines professionellen Hobbyfotografen, nämlich noch nicht wirklich geschafft.

Aktuell sind wir am Überlegen, Ihr ein XING-Profil zu basteln……vielleicht als “Head of Office Climate”?

von Michael Krause am 28. Januar 2010

Auch wenn es in den letzten Tagen schwer fiel, neben all dem Apple-Tablet-Jobbs-Grundrauschenhämmern noch anderweitige News mitzubekommen, habe ich auf der computerwoche eine Darstellung zu Microsofts neuem Exchange, Exchange 2010, gelesen.

Um den Artikel zusammen zu fassen, hier die Kernaussagen:

  • Die Outlook Web App ist jetzt auch mit anderem Browsern als dem Internet Explorer zu bedienen.
  • Gruppierung der Nachrichten/Mails als Konversation.
  • Nachfrage, ob die Mail wirklich versendet werden soll, bei großer Adressatenanzahl.
  • Freigabe von Kalenderdaten auch für Externe, sofern diese Exchange nutzen.
  • Archivierung alter Mails in externen Bereich auf dem Exchange Server.
  • Kommunikationsschutz für Mails, die bspw. nicht weitergeleitet werden dürfen.

Wenn ich mir das so anschaue wird mir wieder klar, wie dreist man doch Funktionen als nagelneu verkaufen kann, obwohl es sie, in weit günstigerer und einfacherer Form, bereits gibt. Wir als Integrationspartner für Google Apps (Google Apps ist die Gesamtbezeichnung für Google Mail, Google Kalender und Google Text und Tabellen) erklären immer wieder, dass man sich zwar an das sog. Threading von zusammengehörigen Mails gewöhnen muss (sofern man vorher Outlook-Nutzer war), es aber eine riesen Arbeitserleichterung ist, wenn man sämtliche Bestandteile eines Mailwechsels automatisch gebündelt bekommt.

Außerdem ist die Archivierung schlichtweg nicht mehr notwendig. Denn ob wirklich jemand 25 GB an Mails zusammen bekommt  (so viele Platz können die Nachrichten im Posteingang von Google Apps beanspruchen), ist weiter fraglich – wir haben jedenfalls noch keine so große .pst-Datei erlebt.

Auch die Freigabe von Kalendern ist nichts Besonderes. Über Apps kann ich Kalender mit bestimmten, externen Personen verknüpfen oder meine Termine sogar komplett frei zugänglich machen

Einzig der Kommunikationsschutz für Mails ist nicht möglich. Allerdings bin ich mir nicht sicher, wie praxisrelevant diese Funktion wirklich ist. Schließlich kann ich Mailinhalte, wenn ich es drauf anlege, auch extrahieren und auf anderen Kanälen weiterleiten.

Angesichts des unheimlichen Aufwandes und der damit einhergehenden Kosten zur Migration meiner Daten in die Exchange Lösung, kann ich guten Gewissens und ruhigen Schlafes weiterhin hinter Google Apps stehen. 14 Euro pro Monat für einen Exchange Ersatz spricht, denke ich, für sich.
Ach ja, Google Mail, als Teil von Google Apps, kann übrigens auch Offline betrieben werden. Nachrichten werden somit versandt, sobald wieder eine Internetverbindung besteht.

von Michael Krause am 27. Januar 2010

Heute startet unsere neue Kolumne auf computerwoche.de:

“Transparenz als Differenzierungsmerkmal”

“Kunden sollte man durch ehrlichen, fairen Service binden, nicht durch Tricks.”

Außerdem erschien ein neuer Artikel auf t3n.de:

“Einfach einfache Software – Das muss doch möglich sein?”

“Mal ehrlich: Wie viele von uns nutzen Unternehmenssoftware nur deshalb, weil sie sie vom Chef „aufgeladen“ bekommen? Wie viele kommen morgens ins Büro, rufen erstmal ihre Mails ab und lesen sich die neuesten Nachrichten durch, bevor sie das furchtbar grässliche Icon doppelklicken, hinter welchem sich das Monster mit Namen „Software“ verbirgt? Dabei könnte doch alles so einfach sein. Oder etwa nicht?”

Viel Spaß beim Schmökern!

von Michael Krause am 25. Januar 2010

Es ist vollbracht. Nach ca. 400 000 Versprechern und Verhasplern bei Screencastaufnahmen, gefühlten zwei Milliarden Textanpassungen, Änderungen und Komplett-Neu-Formulierungen, ist unsere neue Seite online. Beim Redesign hatten wir zwei wichtige Kriterien:

  1. Simple is beautiful
  2. Show what you sell

Denn was unserem bisherigen Auftritt ganz klar fehlte, waren die Produkte bzw. Dienstleistungen, die wir anbieten. Denkbar schlechte Taktik für ein Web-Startup.

Mit der neuen Seite sind wir nun zum einen weitaus flexibler, da man Inhalte in Sekundenschnelle über das richtig schön simpel gehaltene CMS, Radiant CMS (SEO ahoi!! :-) ), pflegen kann. Zum anderen stellen wir überhaupt erstmal dar, was aktuell von uns angeboten wird.

Wer Meinungen, gerne auch Kritik, äußern möchte, ist dazu herzlich eingeladen. Sei es in den Kommentaren, per Mail oder Telefon. Ganz ehrlich, wir freuen uns über jegliches Feedback das kommt. Egal ob negativer oder positiver Natur.

Denn das jetzige Layout ist zwar unsere Vorstellung von einer simplen, klar strukturierten und auf Information ausgelegten Online-Präsenz. Was andere davon halten, steht aber immer auf einem völlig anderen Blatt.

Und genau dieses Blatt werden wir genau studieren und in unsere Überarbeitungen einbeziehen. Schließlich geht es in erster Linie darum, was Euch gefällt, und erst in zweiter um uns….

von Michael Krause am 23. Januar 2010

Ich finde es immer wieder interessant, wie das von uns so oft genannte KISS-Prinzip auch in völlig anderen Bereichen erfolgreich eingesetzt wird. Auf oekotest.de habe ich gerade einen Artikel über Discounter und deren Konzept gelesen:

“Einfach” und “schnell” sind die Attribute, die neben dem Preis das Erfolgskonzept der Discounter umreißen. “Lebensmittel oder Putzmittel einzukaufen, macht den wenigsten Menschen Spaß, sondern ist ein lästiges Muss”, erklärt Wolfgang Twardawa von der GfK. Im Discounter werde deshalb konsequent alles vermieden, was Stress auslösen kann: Statt dem Verbraucher vor einem fünf Meter langen Marmeladenregal die Qual der Wahl zu lassen, gibt es einfach nur die beliebtesten Sorten: Erdbeere, Aprikose, Himbeere. Auch unterschiedliche Preise können Stress auslösen.

Diesen Text könnten wir ohne Probleme folgendermaßen umformulieren und als Publikation veröffentlichen:

“Einfach” und “schnell” sind die Attribute, die neben dem Preis das Erfolgskonzept der Discounter Business SaaS umreißen. “Lebensmittel oder Putzmittel einzukaufen Business Software macht den wenigsten Menschen Spaß, sondern ist ein lästiges Muss”, erklärt Wolfgang Twardawa Marc Boeker von der GfK ONchestra. Im Discounter Bei ONchestra-Anwendungen werde deshalb konsequent alles vermieden, was Stress auslösen kann: Statt dem Verbraucher Nutzer vor einem fünf Meter langen Marmeladenregal die aus einem Überangebot an Funktionen die Qual der Wahl zu lassen, gibt es einfach nur die beliebtesten Sorten: Erdbeere, Aprikose, Himbeere wichtigsten, zentralsten Elemente. Auch unterschiedliche Preise können Stress auslösen.”

Auch unsere neue Seite, welche am Montag online geht, folgt diesem Prinzip: einfacher ist mehr. Wir sind richtig gespannt, was Ihr davon haltet!

Wünsche einen schönen Samstag – und vergesst nicht, noch einkaufen zu gehen! ;-)

von Michael Krause am 19. Januar 2010

In einem Anflug von überbordender Neugier entschied ich mich vergangenen Donnerstag, Jason Fried von 37signals mal beim Wort zu nehmen und ihm eine Frage zu stellen, die mich seit jeher beschäftigt:

Hey Jason,
instead of stealing your time by telling you how inspiring you guys are (most of the time) I’ll come straight to the point:

How would you do marketing today if your name wasn’t Jason Fried, nobody knew bout 37signals or ruby and nobody had ever heard of your blog?

Small question – big answer, I know. Take your time – I’ll still be happy about a “3-step-example”  by Christmas 2012 :-)

Greetz from Germany and all the best, Michael

Ich denke es ist kein Geheimnis, dass die Jungs von 37signals einiges richtig gemacht haben und auch uns mit Ihrer Vision beeinflussen.

Nichts desto ist es meiner Meinung nach ein leichtes, sich heute mit dem Erfolg, der Anfang des Jahrtausends seine Wurzeln hat, hinzustellen und zu predigen, wie wichtig doch Vorträge, Präsentationen, Blogs, ehrliche Antworten etc. sind und dass sie über die Zeit das Marketingbudget ersetzen könnten. Klar, das funktionierte damals offensichtlich wunderbar. Aber heute ist das Netz voll mit (teils mehr- teils minderwertigen) Blogs und/oder Experten zu allem möglichen.
Auch der Gedanke des MicroISV ist kein neuer mehr. Womit man also vor 10 Jahren noch ordentlich punkten konnte ohne im Einheitsbrei unterzugehen, erfordert heute doch schon mehr Engagement, Kontinuität und Kreativität.

Unabhängig davon wollte ich einfach testen, ob das “Call me in the middle of the night and I’ll be talking to you until the break of dawn” nur Marketinggewäsch ist, oder wirklich auch Mails von unbedeutend kleinen Fischen ehrlich beantwortet werden (ich tendierte eher zu ersterer Variante).

Umso überraschter war ich, als ich heute morgen (Dienstag) folgende Mail im Postfach fand:

Hi Michael-

I’d do it the same way I did it when no one knew who we were which is the same way we do it today. Teach, share, speak up and have an opinion. It takes time – years – but that’s the way to do it.

-Jason

Aber hallo! Kurz, prägnant und ohne unnötige Floskeln – Respekt Herr Fried!

Über den Erfolg von “Teach, share, speak up” will ich mal noch nicht urteilen. Aber “have an opinion” ist mit Sicherheit einer der wichtigsten Tipps, den man nicht nur Gründern in den TFT brennen sollte.

Auf unserer am Freitag live gehenden, neuen Seite ist im PR-Bereich folgender Ausspruch zu finden:

Wer Wissen hat, kann polarisieren.
Wer Wissen hat, kann diskutieren.
Wer Wissen hat, kann lernen.

Wer Wissen für sich behält, kann nichts davon.

Ich bin gerade dabei zu überlegen, das “Wissen” durch “Meinung” zu ersetzen….

Ach ja, auch auf meine Mail, ob ich seine Tipps in unserem Blog veröffentlichen dürfte, kam folgende, zwar nicht unbedingt unnötig umfangreich ausformulierte Antwort, aber eine Antwort

Sure

….genau 8 Stunden und 24 Minuten nach meiner Frage…..Hut ab….

von Michael Krause am 19. Januar 2010

Gestern so gesehen auf unserem täglichen Weg über den Parkplatz eines großen deutschen Discounters in Richtung Fresstempel:

abwrack

von Michael Krause am 18. Januar 2010

abtest_com Coole Seite, die ich gerade bei Carsonified gefunden habe: ABtests.com. Unsereins kann da sicher einiges hinsichtlich Optimierung der Konvertierungsrate mitnehmen.

Für uns, die wir in den kommenden Tagen unsere Seite relaunchen, sind wichtige Erkenntnisse dabei. Bspw. die Bestätigung, dass Videos im Vergleich zu statischen Bildern die Konversion um 80% steigern können, genauso wie sich die Art, Inhalte darzustellen, entsprechend positiv auswirken kann. Schaut einfach mal rein – vielleicht erkennt der ein oder andere Parallelen zum eigenen Angebot.

von Michael Krause am 14. Januar 2010

Die Jungs von Stylight haben in einem Post von gestern dokumentiert, dass sich ihrer Meinung nach PR-Aktionen für Online-Firmen in Offline-Medien nicht wirklich lohnen. Grund dafür sei der zu große Medienbruch. Irgendwo auch verständlich: wer merkt sich schon die URL aus einem Artikel vom morgendlichen Lesen im Vorzimmer des Arztes bis Abends beim privaten Surfen im Netz.

Uns hilft diese Erkenntnis ganz entscheidend. Bisher war ich mir nämlich ehrlich gesagt etwas unsicher bei der Frage “Ja wollen Sie Ihren Artikel denn lieber im Heft oder online sehen?”. Klar, im Heft macht es irgendwie mehr Eindruck wenn man [ironie]Freunden/Bekannten/Kollegen mal kurz zeigen will, wie berühmt man doch ist.[/ironie]
Auf der anderen Seite bekommt man über Online-Artikel nicht nur kurzfristig einigermaßen qualifizierten Traffic sondern auch in den Tagen und Wochen danach. Sucht nämlich ein Interessent nach entsprechend dargestelltem Topic, kommt auf die Seite des Magazins und findet den Inhalt gut, wird er im nächsten Schritt mit hoher Wahrscheinlichkeit auch die Seite der Verfasser unter die Lupe nehmen.

Offline-PR stärkt dabei eher das Branding, da es erfahrungsgemäß auch etwas schwieriger ist, in die Offline-Ausgaben zu kommen und dort außerdem eher “traditionelle Leser” vertreten sind.

Ich weiß nicht wie es Euch geht, aber mir ist in diesem Szenario der Interessent auf meiner Seite lieber als das Schulterklopfen von Freunden. Branding hin oder her: in unserer Situation bezahlt ein langsam anziehender Name (noch) keine Gehälter.