am 26. Juni 2009
Jeff Jarvis, u.a. Autor des Buches “What would google do?”, schrieb gerade einen Artikel, der Marc Benioffs, seines Zeichens CEO von salesforce.com (welche mit der ihrer neuen Plattform force.com ungefähr in unsere Richtung tendieren), Ansicht zur Zukunft von Webanwendungen reflektiert und zitiert.
Benioff führt dabei an, dass es er die Entwicklung hin zum Realtime-Denken und -Veröffentlichen als Weiterentwicklung der derzeitigen Prozesse sieht. U.a. in der Developerszene gebe es immer lautere Stimmen, die neue Funktionen und Applikation am besten sofort testen möchten. Ohne Zeitverlust.
“Even in development, customers are demanding now that they want to be able to build in that sandbox and deploy immediately, instantly, no delay,” Benioff said.
Er führt diesen Gedanken in die Medien (natürlich zu Twitter, wohin auch sonst) weiter. Dahin möchte ich ihm aber nicht folgen. Mir geht es um den B-2-B Ansatz, der sich aus der Live-Technologie ergibt.
google-wave macht es vor: Live-Kollaboration ist, verzeiht mir den Ausdruck, GEIL. Wieso soll ich warten, bis mir salesforce mein CRM erst beim vierten Reload den Datensatz anzeigt, der vor drei Minuten von meinem Kollegen hinterlegt wurde? Wieso kann ich nicht live mitverfolgen, wie er den Datensatz anlegt und mir sofort die nötigen Informationen ziehen?
Wieso sehe ich nicht live, welche ToDos meine Kollegin just in diesem Moment erledigt hat und welche neuen Aufgaben sich dadurch für mich genau in der selben Sekunde ergeben?
Wieso muss ich warten bis der Kollege seinen Teil der Präsentation im Netzwerk gespeichert hat (oder ihn mir womöglich per Skype oder E-Mail zugeschickt hat – solls alles geben), bevor ich meine Inhalte, die auf seinen aufbauen, hinzufügen kann? Ich will sehen, was geschrieben wird und LIVE darauf reagieren……
Die Möglichkeiten scheinen unendlich – man braucht nur das richtige technologische Grundgerüst, das entwickelten Applikationen Live-Datentransfer erlaubt. Here we go! : – )

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