von Michael Krause am 19. Juli 2009

Geht es sonst noch jemandem so: ich habe mir vorgenommen, jeden Tag mindestens einen Beitrag in unserem Notizbuch zu verfassen. Ansonsten ist man nämlich schnell bei 5 Beiträgen pro Woche……..3 Beiträgen pro Woche…………1 Beitrag in 2 Wochen…………..solche Blogs haben mittlerweile eine eigene Kategorie in meinem Feedreader.
Bisher war es allerdings auch kein Problem, da es immer irgendwas zu erzählen gab. Heute tue ich mich allerdings zum ersten Mal schwer.

Warum?

Weil es entweder solche Elefantenstories sind, als dass ich momentan einfach nicht genug Zeit dafür habe (der Exist-Ideenplan schreit schon wieder nach seiner täglichen Portion Aufmerksamkeit) oder aber es sind Dinge, die keinen Menschen interessieren. Habe ich mich doch gerade tatsächlich ertappt, in meinem Feedreader nach Stories zu suchen, über die ich irgendwas sagen könnte.

Was für ein Quatsch!

Gezielt Dinge zu suchen, über die man schreiben könnte, weil man einfach nichts Interessanteres weiß – nee, das ist nicht meins. Entweder ich stolpere über etwas, das mir sowas von ins Auge springt, dass es beinahe schon weh tut, oder aber ich erzähle Dinge aus unserem Alltag. Und wenn nichts davon möglich ist, erzähle ich lieber, dass aktuell nichts davon möglich ist.

Dabei fällt mir ein: vom ersten “Misserfolg” könnte ich kurz berichten: die XING-Gruppe, die wir eigentlich eingerichtet hatten, um Kunden auf uns aufmerksam zu machen, war ein totaler Schuss in den Ofen. Nicht, weil sich niemand dafür interessiert hat – die ersten Mitglieder gibts ja schon. Sondern einfach, weil “Gründen ohne Kapital” höchstwahrscheinlich keinen einzigen unserer Zielbranchen juckt.

Allerdings spiele ich mit dem Gedanken, meine Erfahrungen (sowohl positive als auch negative) seit den letzten Tagen meiner Anstellung bis zum heutigen Datum in einem Heft/Buch/Ordner festzuhalten und zu publizieren. Zwar habe ich dafür ungefähr genauso wenig Zeit, wie für andere Dinge (siehe “Elefantenstories”), allerdings würde hier evtl. wenigstens der ein oder andere Euro rausspringen. Denn solche Guides, die einem genau sagen, was nach der Kündigung zu tun ist und worauf man achten sollte, hätten mir vor 2 Monaten richtig weitergeholfen. Die ganzen öffentlichen Angebote sind ja ganz nett – nur sind es eben Angebote von jenen Personen, die sich nachher auch mit einem auseinandersetzen müssen. Und da fehlt dann schon mal das ein oder andere Detail.

Schwuppdiwupp, 20-Seiten-.pdf ohne viel Gelaber drum herum sondern einfach mit Fakten. Ich für meinen Teil hätte damals gerne 4,99 Euro dafür bezahlt!

So, jetzt ist das Geschrei nimmer ignorierbar……morgen gibts dann wieder die Charts – sehr ernüchternd in der zurückliegenden Woche, soviel kann ich schonmal sagen…….

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