am 19. Juni 2009
Auf der Suche nach dem für uns passenden Geschäftsmodell kam eigentlich immer nur “etwas im Netz” in Frage.
Wieso das so war? Ehrlich gesagt weiß ich es nicht. Sicherlich hat es etwas damit zu tun, dass wir alle drei einen inter- bzw. intranetzigen beruflichen Hintergrund haben. Letztendlich ging es aber jedem von uns nur darum, etwas Eigenes aufzuziehen, für das man die volle Verantwortung trägt, im positiven wie im negativen Sinn. Und sich selbst zu verwirklichen ist doch nicht ans Netz gebunden?!
Wieso haben wir uns also nicht für ein Autohaus, eine Logistikfirma oder einen Getränkehandel entschieden?
Um diese Frage zu beantworten, habe ich mir heute im Zug auf dem Weg hier in die Bibliothek, von wo aus ich aktuell arbeite bis wir am Samstag unser Büro bestücken, eine kleine Liste mit Vor- und Nachteilen gemacht, die die Gründung eines reinen (!) Internetunternehmens mit sich bringen. Zwitter Mischformen wie bspw. zappos, brands4friends oder myfab bleiben dabei außen vor.
Hier das (noch nicht ganz vollständige) Ergebnis (in digitaler Form/Abschrift. Sobald wir einen Scanner im Büro haben, findet Ihr hier ohnehin nur noch Grafiken meiner chaotischhervorragend strukturierten Notizzettel die, man höre und staune, ich auf einem Blogck PAPIER erstelle!):
Vorteile:
- ortsungebunden
- geringer Ressourcenaufwand
- theoretisch unendlich skalierbare Produktionszahlen ohne personellen Mehraufwand (vom Support abgesehen)
- direktes, unkompliziertes Feedback vom Endkunden
- “trial and error-Prinzip” möglich, soweit entsprechend ausgewiesen (Stichwort Sandbox)
- keine Versandkosten/Logistik
- Multiplikatoren vergleichsweise einfach und kostengünstig zu erreichen
Nachteile
- Zeitfresser “E-Mail” (wieso telefoniert eigentlich niemand mehr?!!!?)
- “always-on-Mentalität” (ich erinnere mich noch gut an die Mail eines Kunden, die ich Montag Morgen um 9:30 im Posteingang hatte und in der er sich beschwerte, wieso ich seit Samstag Abend noch nicht geantwortet hätte :-) )
- Netzsucht (schaffen wir es wirklich, das Büro abzuschließen und zu Hause den Rechner nicht mehr anzumachen?)

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