von Michael Krause am 31. Dezember 2009

kalte_mail Anmerkung: der folgende Artikel bezieht sich auf eine rechtmäßig formulierte E-Mail an einen potenziellen Kunden, nachdem dieser sich durch vorherige Kontaktanbahnung zum Empfang von E-Mails durch den Sender einverstanden erklärt hat!

Kurz vor Jahreswechsel will ich denen von Euch, die sich auch mit Kundenakquise zu beschäftigen haben, die folgenden Regeln mitgeben. Diese habe ich während der letzten Tage und Wochen nach und nach notiert, da sie sich als absolut elementar für die initiale Mailansprache bei der Kaltakquise herausgestellt haben.

Bei allen Ausführungen gilt, dass man auch wirklich dahinter stehen sollte. Der Kunde merkt heut zu Tage sofort, wenn man ihm mit aller Gewalt was verkaufen will. Teilweise merkt er sogar, dass man ihm was verkaufen will, obwohl man es gar nicht will (Überempfindlichkeit dank Servicewüste). Will/Muss man etwas verkaufen, damit es verkauft ist, sollte man es am besten gleich lassen (als Angestellter leichter gesagt als getan, ich weiß). Ergänzungen, wie immer, gerne in den Comments!

Vermeidet Superlative

“Beste Preisleistungsverhältnis”, “Einzigartigste Lösung”, “Günstigste Umsetzung” sind Dinge, die abschreckend wirken. Niemand glaubt jemandem, der das eigene Produkt verkaufen möchte, dass ein solcher Superlativ wirklich objektiv genutzt wird.

Persönliche, individuelle Ansprache mit glaubhaftem Bezug

Die Menschen, die Eure Initialmails lesen, müssen merken, dass Ihr wirklich sie persönlich ansprecht. Das wird bei Massenmails durch automatisches Einpflegen von bestimmten Details simuliert. Ich selbst bevorzuge Dinge wie “Sehr geehrter Herr Mustermann, da sich unser Büro nur ca. 10 Minuten von Ihrem Standort in der Mustermannstraße entfernt befindet…………”.

Eher wartend als drängend

Kunden lassen sich heut zu Tage nicht mehr drängen. Jede Spammail und jeder Werbebrief versucht, einen möglichst schnell zu konvertieren. Wenn man allerdings geschickt darlegt, dass man den Kunden eigentlich nur möchte, wenn er selbst vom Produkt überzeugt ist, sticht man aus der breiten Masse heraus. Ich habe dies bspw. mit einem bewusst gewählten “Einen guten Rutsch wünscht….” formuliert. Dadurch bekam der Empfänger die klare Message, dass es mir wichtig ist, dass er sich ruhig erst im kommenden Jahr meldet, solange er sich dafür mit dem Produkt auseinandersetzt.

Freundlichkeit

Viele packen das “Mit freundlichen Grüßen” in die automatisch generierte Signatur, um sich den Aufwand zu sparen. Dabei wirkt eine individuell verfasste Schlussformel viel beeindruckender: “Freundliche Grüße in die Mustermannstraße, Michael Krause”. Dauert wieder etwas länger, ich weiß, zahlt sich aber aus!

Auf Absagen, die per Mail kommen, antworten

Hört sich komisch an, ist aber so. Wer weiß, welcher Kunde in Zukunft nicht doch mal eine Lösung wie die Eure benötigt? An wen wird er sich zurück erinnern: an den, der auf die Absagemail nicht reagiert hat, oder an jenen, der trotz Absage ein schönes Wochenende gewünscht hat?

Erster Satz -> Win or lose

Weiss vermutlich jeder, ich sags dennoch nochmal, da es so verdammt wichtig ist: der erste Satz sollte nicht mehr als 10 Worte haben und die Grundintension der Mail ausdrücken. Ist der Satz Müll, kann der Rest der Mail so gut sein, wie er will.

Mit Webseite/Angebot des Adressaten auseinandersetzen

Ich schaue mir das Angebot meines Adressaten vor jeder Mail ca. 2 bis 3 Minuten lang an. Teilweise gibt es Details, auf die man in der Mail eingehen kann und dadurch Glaubwürdigkeit und Professionalität unterstreicht.

In diesem Sinne – bis im nächsten Jahr!

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