von Michael Krause am 7. Juli 2009

Heute haben wir uns beim Mittagessen mit einem der Geschäftsführer eines ehemaligen (Gründung war vor ca. 5 Jahren) Exist (damals noch Seed-) Beziehers u.a. darüber unterhalten, wann wohl der beste Zeitpunkt wäre, mit der aktiven Vermarktung eines Produktes zu beginnen. Sein Fazit:

“Verkauft das Produkt, bevor Ihr es entwickelt!”

Nachtrag (08.07.09, 14:48): -”Verkauft” im Sinne von vermarktet! Nicht im Sinne von “ver-(ad)venturecapitalisiert es möglichst schnell”.

Sie hätten damals den Fehler gemacht, ein Jahr lang an einer perfekten technologischen Lösung rumzuschrauben, um dann, als 6 Monate später der erste Kunde durch Cold-Calls akquiriert war, wieder bei 0,5 anzufangen, da sich die Anforderungen grundlegend geändert hatten – natürlich war bis dato noch kein einziger Cent geflossen.

Ich muss zugeben – es ist als Vertriebler bequem, sich auf dem “Ich kann doch noch gar nichts verkaufen” auszuruhen. Nur bringen tuts halt leider nichts!

3 responses


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Da stellt sich wieder die Huhn oder Ei frage… Ohne Produkt investiert niemand und ich kann es nicht entwicklen ( zumindest nicht bei neuartigen Webprojekten ohne Proof-of-Concept ), habe ich aber ein Produkt entwickelt wird es der Markt in seiner Version 1.0 wahrscheinlich nicht annehmen…

Ich denke mal als Gründer hat man keine Wahl einen, zumindest vom Umfang her, kleinen Prototypen zu entwicklen, wenn man nicht:
- reiche Eltern/Verwandte hat
- über Investoren Vitamin-B verfügt
- auch als Staubsaugervertreter reich werden könnte
oder endlose zermürbende Investorengespräche über sich ergehen lassen will

D.h. am Ende geht es doch nur um die Ausdauer :)

8. Juli, 2009 13:40

@David: wieso muss jemand investieren, damit Du Dein Produkt fertig bekommst? Schaffst Du es nicht ohne Investoren, das Produkt vorzeigbar und verkaufbar zu machen? Verdienst Du nicht in dem Moment, wo das Produkt verkauft hast (egal ob fertig oder nicht), Geld?

Die Kunst der Entwickler ist es, Asse in Sachen Kreativität und technischem Verständnis zu sein.
Die Kust des Marketings/Vertriebs/Business Developments oder wie Du es nennen willst ist, Produkte zu verkaufen bzw. verkaufbare Produkte zu ersinnen. Und wer wirklich gut ist kann auch etwas verkaufen, was es noch gar nicht gibt.
Wenn die beiden Parts es dann noch schaffen, die jeweils vorhandene Expertise in Einklang nach draußen zu repräsentieren – wunderbar.

Mal sehen, wozu wir gehören ;)

8. Juli, 2009 13:44

Jo, absolut richtig.. ich hatte das ganze jetzt irgendwie mehr investorenseitig verstanden ( warum auch immer :-S )

Ich denke auch, dass Vertriebsaktivitäten von Anfang an unerlässlich sind.. schon alleine um das Produkt/Features auf den Markt abzustimmen…

8. Juli, 2009 14:42

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