von Michael Krause am 5. Oktober 2009

Mal ehrlich: wie viele von uns nutzen Unternehmenssoftware nur deshalb, weil sie sie vom Chef “aufgeladen” bekommen? Wie viele kommen morgens ins Büro, rufen erstmal ihre Mails ab und lesen sich die neuesten Nachrichten durch, bevor sie das furchtbar grässliche Icon doppelklicken, hinter welchem sich das Monster mit Namen „Software“ verbirgt?

Ich weiß noch genau als bei einem meiner ehemaligen Arbeitgeber beschlossen wurde, ein CRM (Customer Relationship Management) einzusetzen. Die Wahl fiel auf das größte und bekannteste, webbasierte CRM-System – das ist Standard, das muss ja gut sein. OK, browserbasiert und daher von allen und von überall aus nutzbar. Das ist eine feine Sache. Die weniger feine Sache war (und ist es vermutlich bis heute), dass ich auf Grund der Trägheit des UI (User Interface) und der unzähligen, für uns eigentlich völlig unnötigen aber dennoch zwingend zu hinterlegenden Datensätze, ungefähr so lange für das Anlegen eines neuen Kunden bzw. Ändern seiner Daten brauchte, wie für die Akquise selbst.
Ende vom Lied: die Daten wurden nicht mehr regelmäßig gepflegt, das System dadurch nach kurzer Zeit unbrauchbar.

Klar, flexibel war das CRM-Monster bis zum geht nicht mehr. Hätte man ein Projektteam aus ITlern und täglichen Nutzern zusammen gestellt, hätte man das Teil garantiert super in alle möglichen Prozesse integrieren und die Weltherrschaft an sich reißen können.
Seltsamer Weise hatte aber niemand, inklusive mir am allerwenigsten, Lust, solche Klimmzüge zu machen, nur um ein Alltagstool, das ein paar Daten verwalten sollte, anzupassen. Es sollte als Gedankenstütze und Erinnerungsmodul agieren, nicht mehr und nicht weniger.

Was lernen wir daraus?

Software, egal ob on- oder offline, ist meist völlig überladen, träge und dadurch ineffektiv. Selbst jetzt, wo ich diesen Text schreibe, verwende ich ca. 20% der verfügbaren Funktionen. Der Rest der wunderschön-farbigen Icons und Menüpunkte ist mir völlig egal. Dass ich dennoch für diese Funktionen bezahle, ist mir schon nicht mehr ganz so egal.

Was muss also das Ziel heutiger Softwareingenieure sein?

Richtig: einfache Software die Spaß macht – hört sich simpel an, ist es aber nicht. Denn wie definiert sich „einfach“? Wie definiert sich „Spaß“ im Berufsalltag?

„Einfach“ bedeutet für mich: nicht suchen, nicht raten und nicht administrieren zu müssen. Was bringen mir Funktionen, die meine Arbeit erleichtern sollen, wenn sie so versteckt sind, dass ich danach suchen müsste? Wozu farbige Icons, bei denen ich nicht weiß was sich hinter ihnen für Funktionen verbergen? Wozu Kollaborationsmöglichkeiten, wenn ich erst zwei Module und drei Updates installieren muss, deren Download obendrein noch nichtmal funktioniert? Der „Spaß“ beginnt dann, wenn eine Anwendung so einfach ist, dass ich innerhalb von 3 Minuten sämtliche Möglichkeiten ausprobiert habe und sie mir völlig ausreichen. Dabei nehme ich es auch gerne in Kauf, wenn eine Funktion, die eventuell geschickt wäre, nicht verfügbar ist. Solange alle anderen Icons und Menüoptionen das tun, was ich schon vorher erwartet hatte.

Also liebe Softwareelefanten, wir sind keine IT-Experten. Wir sind IT-Nutzer. Eventuell sollten Sie mal eine strategisch orientierte high performance 9 months project group mit special authority project team leader und super special designed collaboration support gründen, um diesen Unterschied näher zu erörtern?!

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Über ONchestra:

ONchestra entwickelt, hostet und vertreibt Businessanwendungen, die über das Internet verfügbar gemacht werden. Der Fokus liegt dabei auf einfachen Benutzeroberflächen, welche durch eine neue Art des sicheren und schnellen Datenaustauschs die Geschwindigkeit und Nutzerfreundlichkeit lokal installierter Software übertreffen.
Installationen, Wartungen, Updates oder spezielle Hardware werden irrelevant.

Kunden sind kleine Unternehmen, die durch auf spezielle Branchenanforderungen hin optimierte Lösungen Ihre Effizienz steigern wollen, ohne Anfangsinvestitionen tätigen zu müssen.

Hinter ONchestra stehen Marc Boeker und Michael Krause.

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