am 9. Juni 2010
Als ich gestern im Stau stand, bekam ich von Marc einen Artikel von Tony Hsieh weitergeleitet, in dem er beschreibt, wieso er Zappos (“They are selling fucking shoes” – Ihr erinnert Euch) an Amazon verkaufte.
Viel Text, doch nachdem ich den dritten “Beinahe-Auffahrunfall” fabriziert hatte, war ich durch.
Was mir besonders gut gefällt, ist die rein ökonomische Beschreibung des Sinn und Zwecks absoluter Kundenorientierung – komme, was wolle.
Better service would translate into lots of repeat customers, which would mean low marketing expenses, long-term profits, and fast growth. Amazingly, it all seemed to be working.
Will heißen: Kunden pflegen festigt/steigert Umsatz, ohne Marketingausgaben durch die Decke jagen zu müssen.
Meiner Meinung nach hakt es leider allzu oft daran, dass Unternehmen zwar “Kundenorientierung” groß schreiben, sie aber nicht leben (können).
Für Mini-Player wie uns, die nicht unbedingt darauf aus sind, das nächste Big Thing zu starten, sondern erstmal den eigenen Kühlschrank füllen wollen, ist dieser Grundsatz umso wichtiger. Anstatt sich den Kopf zu zerbrechen, ob Amazon, Google und Co. übermorgen einen weiteren Service launchen, der komplett für umsonst ist und genau die gleichen Funktionen bietet, wie das eigene Produkt, sollte man sich eher überlegen, wie man parallel zu den “Großen Dicken” existieren kann.
Mich stimmen dabei die offensichtlichen Antworten auf folgende Fragen positiv:
Kann ich mal bei Mr. Schmidt anrufen, wenn mein Apps-Account spinnt?
Kann ich dem guten Marc Benioff die Hand schütteln, wenn er schon meine zentralsten und wichtigsten Daten, nämlich die meiner Kunden, verwaltet?
Zeigt mir Kollege Bezos bei einer kleinen Vorführung hier in der Nähe, wie ich das Optimum aus den AWS heraus hole?
Nein? Gut für uns!


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