von Michael Krause am 9. Juni 2010

Tony Hsieh - CEO Zappos.com

Als ich gestern im Stau stand, bekam ich von Marc einen Artikel von Tony Hsieh weitergeleitet, in dem er beschreibt, wieso er Zappos (“They are selling fucking shoes” – Ihr erinnert Euch) an Amazon verkaufte.

Viel Text, doch nachdem ich den dritten “Beinahe-Auffahrunfall” fabriziert hatte, war ich durch.
Was mir besonders gut gefällt, ist die rein ökonomische Beschreibung des Sinn und Zwecks absoluter Kundenorientierung – komme, was wolle.

Better service would translate into lots of repeat customers, which would mean low marketing expenses, long-term profits, and fast growth. Amazingly, it all seemed to be working.

Will heißen: Kunden pflegen festigt/steigert Umsatz, ohne Marketingausgaben durch die Decke jagen zu müssen.
Meiner Meinung nach hakt es leider allzu oft daran, dass Unternehmen zwar “Kundenorientierung” groß schreiben, sie aber nicht leben (können).

Für Mini-Player wie uns, die nicht unbedingt darauf aus sind, das nächste Big Thing zu starten, sondern erstmal den eigenen Kühlschrank füllen wollen, ist dieser Grundsatz umso wichtiger. Anstatt sich den Kopf zu zerbrechen, ob Amazon, Google und Co. übermorgen einen weiteren Service launchen, der komplett für umsonst ist und genau die gleichen Funktionen bietet, wie das eigene Produkt, sollte man sich eher überlegen, wie man parallel zu den “Großen Dicken” existieren kann.

Mich stimmen dabei die offensichtlichen Antworten auf folgende Fragen positiv:

Kann ich mal bei  Mr. Schmidt anrufen, wenn mein Apps-Account spinnt?

Kann ich dem guten Marc Benioff die Hand schütteln, wenn er schon meine zentralsten und wichtigsten Daten, nämlich die meiner Kunden, verwaltet?

Zeigt mir Kollege Bezos bei einer kleinen Vorführung hier in der Nähe, wie ich das Optimum aus den AWS heraus hole?

Nein? Gut für uns!

von Marc am 3. Juni 2010

Entweder die wollen wirklich Keywords aus dem Bereich Vertragsrecht pushen oder den Juristen war einfach nur langweilig. Zum Glück hab ich einen hochkant-Monitor der das Paragraphenchaos gleich enttarnt.

von Marc am 2. Mai 2010

Nö, sind wir nicht. Wir haben uns nur versteckt :)

Warum es hier in letzter Zeit so still geworden ist, hat einen ganz einfachen Grund. Arbeit, Arbeit, Arbeit. Natürlich könnten wir Euren Feedreader nebenher mit Ping-Nachrichten wie “unsere Delicious Links für die Kalenderwoche 17″ penetrieren aber das interessiert Euch sicher nicht und uns kostet es nur unnötige Zeit.

Daher haben wir uns ganz Web-unlike eine Schweigekur verordnet – frei nach dem Motto: “Einfach mal die Klappe halten, wenn es nichts zum Brabbeln gibt.”

In dem Sinne hoffe ich, dass Ihr uns die Abstinenz verzeiht und wir melden uns einfach wieder, sobald wir soweit sind. Einen geruhsamen Sonntag wünschen die ONchestra Jungs.

von Michael Krause am 12. März 2010

Nachdem ich gerade wieder einen interessanten Artikel über Produktivität und deren Momentum gelesen habe, bei dem ich mich selbst in beinahe jedem Satz wiederfinden konnte, mussten sofort die ersten Zeitfresser daran glauben.

Unnötige Plugins

Mein Google Mail Checker Plus wurde nicht nur deaktiviert, sondern deinstalliert. E-Mails werden ab jetzt genau drei Mal am Tag gelesen: 10 Uhr, kurz nach dem Mittagessen (gegen 14 Uhr) und um 18 Uhr. Alles andere ist eh nur die Flucht vom Wichtigen/Relevanten, zum Sinnlosen/Unproduktiven (steht eine wichtige Nachricht aus, die den Tagesablauf kurzfristig verändern könnte, sieht das natürlich anders aus).

Unnötige Feeds

Mein Feedreader wurde um alles gekürzt, was sich mit Startups, Communities, Web 2.0 und sonstigem, ähnlich gepoltem, beschäftigt (inkl. techcrunch). Das soll nicht bedeuten, dass ich alles, was dort geschrieben wird für blödsinnig erachte. Ganz im Gegenteil! Nur hilft es uns nicht, produktiver zu arbeiten. Es ist Zeitvertreib, Hobby, Seelenbalsam – nennt es wie Ihr wollt. Jedenfalls hat es im Büro nichts verloren.

check-in-out Nötige Helferlein

Ein kleines Post-It erinnert mich an die 10/15 (oder 10/10 oder 20/20 oder was auch immer im Endeffekt für mich an sinnvollsten erscheint) Methode. Denn ja, mir geht es oft so, dass ich morgens nicht weiß, wo ich anfangen soll, um abends zu merken, dass ich das Wichtigste nicht erledigt habe.

Richtige Aufputschmittel

Kein Kaffee mehr – Tee ist angesagt. Deshalb wurden gestern direkt 15 Euro in einen Wasserkocher investiert. Wieso? Kaffee, respektive Koffein, macht mich kurzfristig total überdreht, um dann hinterher komplett zu verpuffen. Tee/Teein (Schwarztee, Ceylon Indien um genau zu sein) hingegen wirkt zwar nicht dermaßen punktuell extrem, dafür aber kontinuierlicher (Teein und Koffein sind im Endeffekt die gleichen Wirkstoffe, nur dass Tee weniger dieses Wirkstoffes enthält, als Kaffee). Somit steigert sich meine Konzentrationsfähigkeit bei 3-5 Tassen über den kompletten Tag (Marc macht das schon immer so, allerdings mit der Eistee-Variante) verteilt.

Sollte mir im Laufe des Tages noch etwas einfallen, das produktivitätshemmendes Übel ist, wird es erstens hier ergänzt und kommt zweitens ohne zu überlegen weg.

[UPDATE - 11:05] Unnötige Bookmarks

feedburnerFeedburner ist Vergangenheit. Zwar ist es nett, täglich die aktuellen Abonnentenzahl des eigenen Feeds zu kennen. Doch spielt es wirklich eine Rolle fürs Unternehmen? Ich glaube nicht.

von Michael Krause am 10. März 2010

dasobjektderbegierdeUnglaublich! Exakt zum heutigen Tage (man notiere den 10.03.10) haben wir es geschafft: sowohl die Verbindung ins Netz scheint endlich stabil zu sein, als auch unser VoIP-Telefonie (scheint²) nicht nur von innen nach außen, sondern auch von außen nach innen verlässlich zu funktionieren! Andere würden das vermutlich als völlig selbstverständlich ansehen – v.a. für ein IT-Unternehmen. Für uns ist es angesichts der ganzen Firewall-Probleme, mieser Verbindungsgeschwindigkeiten, und was uns sonst noch so alles während unserer Zeit als Untermieter immer mal wieder gehörig auf den Senkel ging, schon beinahe ein Event zum Feiern!

Sollte Dir, just in diesem Moment, langweilig sein, ruf uns doch einfach mal an!

0711 50 88 88 56

Nö, Du musst uns keine abgedrehten Stories erzählen. Anrufen, hallo sagen, Fragen stellen, Witze erzählen – egal was, wir freuen uns drauf!
Wenn nicht, auch gut – dann ruf ich mich eben selbst an ;-)

von Michael Krause am 9. März 2010

In der vergangenen Woche waren wir doch etwas überrascht angesichts der Vielzahl an Menschen, die sich mit dem IHK Magazin zu beschäftigen scheinen. Neben zahlreichen “Face to Face – Anmerkungen” bzgl. unserer “offenen und ehrlichen Art der Kommunikation” (welche bei Weitem noch offener geht!), bekamen wir auch die ein oder andere nette Mail. Zwei davon möchten wir an dieser Stelle zitieren und uns damit gleichzeitig bei allen bedanken, die uns kritisiert, hinterfragt und gelobt haben!

Hallo Onchestra,
Sehr geehrter Herr Boeker,
Sehr geehrter Herr Krause,

ich habe gerade den Artikel in der IHK-Zeitung gelesen und dann auf Ihrer HP geschmökert.
Das Lächeln hab ich immer noch im Gesicht – ich find das Klasse! Kompliment! Ihre Überlegungen zum Foto sind einfach klasse geschrieben! Überzeugt.
Bodenständigkeit als Unternehmensphilosophie ist leider nicht mehr so “modern” heute aber in der Realwirtschaft immer noch das beste Fundament. Habe selbst, genau wie Sie, mit eigenem Geld und Risiko angefangen.
Finde das was Sie schreiben einfach sympathisch und wünsche Ihnen viel Glück und Erfolg!

Mit freundlichen Grüßen

Hans S. (Name von der “Redaktion” in Person von mir, gekürzt)

Außerdem bekamen wir noch folgende Nachricht aus unserer nächsten Nachbarschaft

Lieber Marc und Michael,

normalerweise brauche ich für das IHK-Heft ca. 3 Minuten zum
durchblättern. Heute habe ich meines Wissen den ersten Artikel
gelesen: Über Onchestra und die Menschen, die dahinterstehen. Die
Homepage hat mir ebenfalls Spaß gemacht. Aber am meisten die Idee, mit
funktionierenden und verständlichen Produkten und Dienstleistungen
Menschen zu dienen. Ganz große Sache – und spitzen PR.

Viele Grüße
Christoph (Name von der “Redaktion”, erneut in Person von meiner einer, gekürzt)

von Michael Krause am 2. März 2010

ihk_magazin_onchestra

Unsere Schokoladenseite

Zugegeben: als erstes haben wir uns über das Foto krumm gelacht. Als zweites darüber geärgert. Als drittes zähneknirschend anerkannt, dass es gar nicht so verkehrt ist.

Die erste Reaktion

Ohne dass man irgendetwas daran beschönigen könnte, aber sehr viel unvorteilhafter wurde wohl selten jemand fotografiert. Ich sehe aus wie ein übergewichtiger Mönch in grünem Kapuzentalar und Marc schaut, als ob er die ganze Szenerie sowieso total lächerlich fände (was uns als absolut professionellen Fotomodels natürlich nicht im Traum einfallen würde!).

Soweit also zum “krumm lachen” und “darüber geärgert”.

Warum “dumm/anders machen” genau richtig sein kann

Das “darüber gefreut” ist, wenn man sich wieder vor Augen führt, wozu das Foto gut ist, recht schnell erklärt: ein sog. “Stopper” (so nannte der Fotograf es zumindest – ob es als hochoffizielle Bezeichnung im Fachjargon von Publikationsgestaltern fungiert, ist weiter fraglich). Es geht darum, diejenigen, die Zeitschriften durchblättern und jedem der Texte beim Querlesen ca. 0,8 Sekunden ihrer Zeit widmen, festzuhalten und zum Lesen zu animieren. Wie man dabei selbst rüberkommt und ob man in der perfekten Schokoladenseitenpose erwischt wurde, ist vollkommen zweitrangig.

Knallige Farben und ein untypischer Hintergrund (eine Beton-Industriewand aus den 70ern musste herhalten) sind dafür genau richtig. Bei einem braven Foto im Büro vor unseren Rechnern hätte der geneigte Leser wohl eher nochmal schnell gegähnt, als sich den Inhalt des Artikels anzuschauen.

Nicht die eigene Meinung zählt

Wieso ich das hier so breit trete? Weil ich der Meinung bin, dass man diese Erfahrung nicht nur für Fotoshootings sondern auf die komplette Unternehmensphilosophie ausweiten kann. Es geht nicht darum, toll auszusehen, hip zu sein oder einzig und allein das gelten zu lassen, was man selbst für richtig erachtet.

Vielmehr gilt es zu verstehen, dass man auffallen muss, anders sein muss und, vor allem anderen, flexibel zu sein hat. Ob man ein Produkt nun ganz toll, total abgehoben und deshalb auf jeden Fall als Umsatzbringer ansieht, ist gänzlichst irrelevant. Der Markt entscheidet, was “gut” ist und was nicht. Die Kunden entscheiden, welche Marketingmaßnahme angemessen ist – nicht die Kreativität des Kommunikators. Wer das nicht versteht, wird mit hoher Wahrscheinlichkeit an eben jenem Markt und mit aller gut gemeinten Marketingstrategie eingehen.

Merke: die Kundenmeinung zählt, die eigene Ansicht hat hinten anzustehen!

von Michael Krause am 1. März 2010

Richtig, in letzter Zeit wurde es etwas ruhiger hier im Blog. Woran das liegt? Tja, es wird schlichtweg immer deutlicher, dass man die vorbereitenden Tätigkeiten für den Lauch eines eigenen Produktes in einigen Monaten nicht mal eben kurz aus der Hand schüttelt und schon gleich gar nicht durch tägliches Verfassen von Artikeln bis ins Unendliche pushen kann.

Ja, wir freuen uns über Kommentare im Blog. Ja, wir schreiben gerne über Dinge, die uns passieren und die anderen helfen können, nicht die gleichen Fehler zu machen wie wir. Doch auch wir leben bekanntlich nicht von Luft und Liebe allein. Deshalb sind Feedbacksammlung, Projektabstimmung, Formalitätengewurschdel und sonstige, total nicht-2.0-ige Dinge im Moment einfach wichtiger. Ansonsten würde hier im Blog vermutlich in 6 – 12 Monaten überhaupt nichts mehr zu lesen sein :-) Zumindest glauben wir das. Hinterher ist man bekanntlich ja immer schlauer.

Zusammenfassend lässt sich sagen: es gibt uns noch, aber wir haben viel um die Ohren.

In diesem Sinne eine gesunde Woche!

von Michael Krause am 15. Februar 2010

Der Schweizer Ringier-Verlag gab vergangene Woche bekannt, dass er 8000 Arbeitsplätze in die Cloud schiebt. Mails und Dokumente sollen ab sofort über Google Applikationen verwaltet werden.

Auch wenn ich nicht wirklich glaube, dass ein Verlag seine kompletten Dokumente über Google Docs verwaltet, sind 700 000 Euro Einsparungen, die gegenüber einer “Microsoft Lösung” realisiert werden, doch eine Hausnummer.

Man sieht: die ersten “Großen” machen es vor. Bei kleineren Betrieben ist dagegen eher noch etwas mehr Respekt vorhanden. Ist auch verständlich, da die IT aktuell meist komplett ausgelagert ist und man sich bei einem Umstieg auf SaaS nicht nur vom externen Dienstleister trennen sondern auch noch selbst um die neue Art der Mail-, Dokumenten- und Terminorganisation kümmern muss.

Zumindest wird das grundsätzlich so kommuniziert. “Nehmen Sie Ihre IT selbst in die Hand. Es ist kein Netzwerkadministrator mehr nötig” oder etwas in der Art. Dabei will sich, wenn man ehrlich ist, keine Abteilung um etwas kümmern, das den Arbeitsalltag unterstützen soll, gleichzeitig aber nicht zum Kerngeschäftsbereich gehört.

Doch das ist auch nicht zwingend nötig, denn zur Einführung größerer SaaS-Applikationen kann genauso ein Partner zur Seite stehen. Nur, dass dieser um ein Vielfaches günstiger sein wird, als ein großes Systemhaus zur Einführung einer Mammut-Netzwerklösung. Denn die Infrastruktur muss nicht erst neu geschaffen, verkabelt und geschult werden. Sie ist “einfach da” und wird nur entsprechend den eigenen Anforderungen konfiguriert.

Besten Dank an Christian von Parklifetools für den Hinweis bzgl. des heise-Artikels!

von Michael Krause am 11. Februar 2010

Heute wieder etwas aus der Gastbeitrags-Ecke:

Abläufe optimieren, Kosten sparen – mit webbasierter Software

Ein Kalender, der als zentraler Terminplan sämtliche projektspezifischen Fristen verwalt- und einsehbar bzw. auf Wunsch sogar den Bauherren verfügbar macht. Dokumentationen und Pläne am Laptop auf der Baustelle ändern, speichern und später am Büro-PC weiterverarbeiten, ohne sie via USB-Stick kopieren zu müssen. Das alles, ohne dafür ein Programm installieren oder bestimmte Hardwareanforderungen erfüllen zu müssen.

weiterlesen auf internet-fuer-architekten.de

An dieser Stelle besten Dank an Eric für die nette Zusammenarbeit. Auf dass noch mehr gemeinsame Inhalt folgen!